Heizungsart
Das stille Risiko für Kosten, Sanierung und Vermietbarkeit
Definition
Die Heizungsart beschreibt, wie die Immobilie Wärme bereitstellt (z. B. Gas, Öl, Fernwärme, Wärmepumpe). Sie beeinflusst Betriebskosten, Wartung, Modernisierungsbedarf und wirkt oft indirekt auf die Energieeffizienzklasse.
Warum das wichtig ist
- Unterschiedliche Systeme bedeuten unterschiedliche laufende Kosten und unterschiedliche Risiken für Instandhaltung und Austausch.
- Modernisierung (CapEx) kann notwendig werden und verändert deine Kalkulation über Gesamtaufwand und Cashflow.
- Vermietbarkeit hängt häufig an der Warmmiete und an der Wahrnehmung von Energie/Heizung.
So nutzt du es in der Analyse
- In der Analyse (Objektdaten) als Risiko-Flag prüfen: Alter, Zustand und Energieausweis-Angaben passen zusammen?
- Wenn Austausch realistisch ist, rechne konservativ (höhere Kosten) und prüfe, ob die Nettomietrendite dann noch passt.
Kurze Checkliste
- Heizungsart und (falls möglich) Baujahr/Modernisierungsstand
- Wartungs-/Austauschthemen identifiziert
- Einfluss auf Warmmiete und Vermietbarkeit eingeschätzt
Typischer Fehler
Heizung als „Ausstattung“ abtun und die Kosten- bzw. Modernisierungsfolgen nicht einpreisen.
Beispiel
Alte Zentralheizung plus schwache Energieklasse: Auch wenn die Kaltmiete gut aussieht, kann das Objekt über Nebenkosten und künftige Investitionen wirtschaftlich kippen.
Quellen & Einordnung
- Gebäudeenergiegesetz (GEG) – energetischer Rahmen und Modernisierungskontext
- Energieausweis-Pflichten und -Inhalte (Pflichtangaben zu Energie/Heizung)