Darlehensbetrag
Die wichtigste Zahl, die du nicht kleinrechnen solltest
Definition
Der Darlehensbetrag ist der Teil der Investition, den du über die Bank finanzierst. Typisch ist: Kaufpreis + (ggf.) Kaufnebenkosten – Eigenkapital. Je nach Struktur kann der Darlehensbetrag auch Nebenkostenanteile enthalten.
Warum das wichtig ist
- Je höher der Darlehensbetrag, desto höher sind bei gleichem Zinssatz die laufenden Zinskosten und damit die Belastung im Cashflow.
- Der Darlehensbetrag beeinflusst Risiko-Kennzahlen wie Verschuldungsgrad bzw. Beleihungsauslauf (LTV).
So nutzt du es in der Analyse
- Darlehen nicht isoliert betrachten: Rate, Zinsbindung und nicht umlagefähige Kosten zusammen entscheiden über Tragfähigkeit.
- Szenarien rechnen: mehr Eigenkapital vs. mehr Fremdkapital (Hebel) und die Auswirkungen auf Cashflow und EK-Rendite.
Kurze Checkliste
- Kaufnebenkosten korrekt erfasst
- Eigenkapital realistisch (inkl. Reserve) definiert
- Beleihung/LTV und Risikopuffer geprüft
Typischer Fehler
Nebenkosten vergessen oder Eigenkapital so planen, dass keine Reserve für Puffer/Sanierung bleibt.
Quellen & Einordnung
- BelWertV (Beleihungswert) als regulatorischer Rahmen der Kreditpraxis
- Finanzierungsgrundlagen deutscher Kreditinstitute (LTV/Beleihung, Annuitätendarlehen)