Ist- und Soll-Werte

Warum Szenarien wichtiger sind als Exposé-Zahlen

Definition

Ist-Werte spiegeln den aktuellen Zustand wider (z. B. aktuelle Kaltmiete, aktuelle Kosten). Soll-Werte sind Szenario-Werte auf Basis plausibler Annahmen (z. B. Marktmiete, realistische nicht umlagefähige Kosten).

Warum das wichtig ist

  • Ist-Werte können bei untervermieteten Objekten zu pessimistisch sein – Soll-Werte zeigen das Potenzial.
  • Soll-Werte können auch zum Selbstbetrug führen, wenn Annahmen zu optimistisch sind (Fantasiemiete, zu niedrige Kosten).

So nutzt du es in der Analyse

  • Nutze Soll-Werte nur, wenn du die Annahmen belegen kannst (z. B. Mietspiegel/Marktdaten für Marktmiete).
  • Vergleiche Objekte immer auf derselben Basis: entweder Ist gegen Ist (Bestandsportfolio) oder Soll gegen Soll (Ankaufprüfung).

Kurze Checkliste

  • Marktmiete/Annahmen für Soll-Werte plausibilisiert
  • Kostenannahmen (Bewirtschaftung, Rücklagen) realistisch
  • Ist und Soll nicht vermischen, wenn du vergleichst

Typischer Fehler

Soll-Werte als sicher annehmen und damit die Wirtschaftlichkeit „schönrechnen“.

Quellen & Einordnung

  • Mietspiegel/Marktdaten als Basis für Marktmiete (Einordnung)
  • Bankpraxis: Stress-Tests und Szenario-Rechnungen (Zins-/Kosten-/Mietrisiken)

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Ist- und Soll-Werte – Bedeutung im Immobilien-Glossar