Kaufnebenkosten
Warum der Kaufpreis nur die halbe Wahrheit ist
Definition
Kaufnebenkosten sind einmalige Erwerbskosten zusätzlich zum Kaufpreis. Dazu zählen typischerweise Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie ggf. Maklerprovision. In der Praxis liegen sie häufig im Bereich von grob 8–15 % (je nach Bundesland und Maklersituation).
Warum das wichtig ist
- Kaufnebenkosten erhöhen den Gesamtaufwand und drücken dadurch die Nettomietrendite.
- Sie sind oft Eigenkapital-belastend: Wer Nebenkosten nicht einplant, überschätzt das real verfügbare Budget.
So nutzt du es in der Analyse
- In der Finanzierung als festen Block mitrechnen: Kaufpreis ist nicht gleich Investitionssumme.
- Szenario „Nebenkosten mitfinanzieren“ (falls möglich) verändert Darlehensbetrag und Bankrate deutlich.
Kurze Checkliste
- Bundesland (Grunderwerbsteuer) korrekt gesetzt
- Maklerprovision realistisch berücksichtigt
- Nebenkosten in Rendite und Eigenkapitalplanung enthalten
Typischer Fehler
Nur mit dem Kaufpreis rechnen und Nebenkosten erst „später“ berücksichtigen.
Quellen & Einordnung
- Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) und länderspezifische Steuersätze
- Notarkosten/Grundbuchkosten nach Kostenordnung bzw. GNotKG (Einordnung der Gebührenlogik)