Tilgungsdauer
Warum kurze Laufzeiten nicht immer besser sind
Definition
Die Tilgungsdauer beschreibt, wie lange es dauert, bis ein Darlehen vollständig zurückgezahlt ist. Sie hängt von Zinssatz, Tilgung, Sondertilgungen und der Darlehensstruktur ab. Bei Annuitätendarlehen ist die Tilgungsdauer nicht identisch mit der Zinsbindung.
Warum das wichtig ist
- Kürzere Tilgungsdauer bedeutet schneller schuldenfrei – aber oft höhere Rate und damit höheres Cashflow-Risiko.
- Längere Tilgungsdauer erhöht Flexibilität, kann aber insgesamt höhere Zinskosten bedeuten.
So nutzt du es in der Analyse
- Tilgungsdauer nie isoliert optimieren: Entscheidend ist, ob Cashflow und Puffer unter realen Kostenannahmen stabil bleiben.
- Prüfe die Restschuld am Ende der Zinsbindung – das ist der kritische Punkt für Anschlussfinanzierung.
Kurze Checkliste
- Tilgungsdauer vs. Zinsbindung sauber getrennt
- Restschuld nach Zinsbindung grob geprüft
- Rate passt inkl. Kosten- und Leerstandspuffer
Typischer Fehler
„Schnell tilgen ist immer optimal“ – dabei wird der Cashflow so eng, dass Stabilität verloren geht.
Quellen & Einordnung
- Annuitätendarlehen und Tilgungsplan (Mechanik und Restschuldentwicklung)
- Finanzierungspraxis: Bedeutung der Restschuld zur Anschlussfinanzierung