Zinsanteil

Der unsichtbare Geldabfluss an die Bank

Definition

Der Zinsanteil ist der Teil der Bankrate, der als Zinsen an die Bank fließt. Er ist reiner Geldabfluss und erhöht nicht dein Vermögen. Beim Annuitätendarlehen sinkt der Zinsanteil typischerweise, weil die Restschuld über die Zeit fällt.

Warum das wichtig ist

  • Der Zinsanteil bestimmt, wie viel von deiner Rate „verbraucht“ wird. Hohe Zinsen drücken Cashflow und Nettorendite.
  • Gerade bei hohem Darlehen kann schon eine kleine Zinsänderung die Tragfähigkeit stark verändern.

So nutzt du es in der Analyse

  • In der Finanzierung die Rate immer in Zins und Tilgung aufteilen – das verhindert, dass du einen Deal „schön rechnest“.
  • Szenarien: Was passiert bei +0,5 % Zins? Passt der Cashflow dann noch?

Kurze Checkliste

  • Zinsanteil (mtl./p.a.) verstanden
  • Zinsannahme realistisch und nicht optimistisch gewählt
  • Anschlussrisiko über Zinsbindung mitgedacht

Typischer Fehler

Nur die Rate betrachten und nicht prüfen, welcher Anteil davon reiner Zins ist.

Quellen & Einordnung

  • Annuitätendarlehen: Tilgungsplan-Logik (Zinsanteil sinkt, Tilgungsanteil steigt)
  • Deutsche Bundesbank – Zinsstatistiken (Einordnung realistischer Zinssätze)

Weitere Begriffe zum Weiterlesen

Zinsanteil – Bedeutung im Immobilien-Glossar