Zinsbindung

Warum der wichtigste Zeitraum oft nach dem Kauf kommt

Definition

Die Zinsbindung ist der Zeitraum, in dem der vereinbarte Zinssatz für dein Darlehen fest gilt. Nach Ablauf wird der Kredit entweder prolongiert (neu verhandelt) oder umgeschuldet. Entscheidend ist, welche Restschuld dann noch offen ist.

Warum das wichtig ist

  • Die Zinsbindung ist dein Schutz vor Zinsänderungen. Ein Deal, der heute knapp ist, kann nach Ende der Bindung untragbar werden.
  • Längere Bindung senkt Anschlussrisiko, kostet aber oft einen höheren Zinssatz.

So nutzt du es in der Analyse

  • In der Analyse Szenarien rechnen: Was passiert mit der Bankrate, wenn der Zinssatz nach Ablauf der Bindung steigt?
  • Prüfe im Tilgungsplan, wie hoch die Restschuld am Ende der Zinsbindung ist – das ist der kritische Punkt.

Kurze Checkliste

  • Zinsbindung passend zur Haltedauer/Strategie gewählt
  • Restschuld am Ende der Bindung geprüft
  • Puffer für höhere Anschlusszinsen eingeplant

Typischer Fehler

Nur auf die heutige Bankrate schauen und das Anschlussrisiko ignorieren, obwohl die Restschuld am Ende der Bindung noch hoch ist.

Quellen & Einordnung

  • Grundlagen deutscher Kreditinstitute: Annuitätendarlehen, Prolongation, Umschuldung
  • Deutsche Bundesbank – Zinsstatistiken (Einordnung von Zinsniveaus)

Weitere Begriffe zum Weiterlesen

Zinsbindung – Bedeutung im Immobilien-Glossar